Archiv der Kategorie: Hanf-News

Hier finden sich ab und an mal Artikel über Hanf, die häufig auch direkten Bezug zu Münster haben.

Bundestag beschließt endlich Gesetz zu Cannabis als Medizin / Rückenwind für Modellprojekt in Münster

Einstimmig (!) hat der Bundestag heute Cannabis als Medizin legalisiert. Mit dem neuen Gesetz werden die Kassen verpflichtet, die Kosten für die Cannabismedizin zu übernehmen, wenn diese medizinisch notwendig ist. Das bisher erforderliche aufwendige Ausnahmegenehmigungsverfahren entfällt, so dass Ärzte Cannabis selbst per BtM-Rezept verschreiben können. Zudem wird der Staat zum Dealer in Form der „Cannabisagentur“, die den Anbau und Vertrieb regelt.

Parallel hierzu gehen in Münster die Vorbereitungen für das von der Stadt angestrebte Cannabis-Modellprojekt weiter. Der erste Entwurf für den erforderlichen Antrag an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wurde nun den beteiligten Akteuren zur Prüfung vorgelegt. Die nun entstehende Cannabisagentur ist darin als Bezugsquelle vorgesehen. Das Modellprojekt soll auf die Verwendung als Genußmittel ausgerichtet werden, im Rahmen der Begleitforschung können aber auch medizinische Aspekte eine Rolle spielen. 
Unser Sprecher Micha ist hocherfreut über den Bundestagsbeschluss: „Das ist ein historischer Meilenstein für alle Patienten. Wir gehen davon aus, dass langfristig mehr als eine Millionen Menschen hierzulande von Cannabis als Medizin profitieren können“. Aktuell haben lediglich 1.004 Menschen in Deutschland eine Ausnahmegenehmigung für Marihuanablüten. 
Robert ergänzt: „2014 haben wir, zusätzlich zur Unterschriftensammlung für unser Modellprojekt, über 1.000 Unterschriften für die Cannabis als Medizin Petition gesammelt. Der heutige Tag ist ein Wendepunkt für viele seit Jahren leidende Mitbürger. Mit langem Atem aktiv arbeiten kann sich also doch auszahlen.

Hanffreunde Münster zu Besuch bei “MÜNSTERLÄNDER HANF”-Präsentation

Vergangenen Freitag lud Phillip Oververberg von der Gruthaus-Brauerei zur offiziellen Vorstellung und gleichzeitig Verkostung seiner neusten Kreation – dem “MÜNSTERLÄNDER HANF” – in den Tasting-Room des Braukunstwerks, in der Warendorfer Straße 44, Münster.

Das Braukunstwerk steht für eine außergewöhnliche Bier-Vielfalt. Betritt man den Eingangsbereich, steht man direkt im Show-Room, mit ca. 400 Bierspezialitäten aus kleinen, eigenständigen und/oder Familienbrauereien aus Deutschland und der ganz Welt – die sich insgesamt auf 50 Bierstile aus 15 verschiedenen Ländern verteilen.

Durch regelmäßige Bier-Verkostungen, Bierberatung, Informationsveranstaltungen rund um das Thema “Bier” u.v.m. bietet das Braukunstwerk für den Münsteraner Raum ein breites Dienstleistungsangebot.

Das MÜNSTERLÄNDER HANF wird das Angebot, als Bier mit münsterländer Hanfblüten, des Braukunstwerks um ein süffig-mundiges Cultgetränk erweitern und steht dort von nun an zum Verkauf.

Das Hanfblütenbier wurde von uns bereits mit Spannung erwartet. Auf Facebook kursierte im Vorfeld, seit dem 20. Dezember 2016, schon das eine oder andere geleakte Bild, auf dem eine Flasche mit einem Glas voll MÜNSTERLÄNDER HANF zu sehen war.

Wir durften exklusiv beim Pressetermin vor der öffentlichen Biervorstellung um 18 Uhr dabei sein!

Vor der öffentlichen Veranstaltung, um 18:00 Uhr, fand im ruhigen Rahmen eine Präsentation für Pressevertreter statt. Auch die Hanffreunde Münster wurden zur Verkostung eingeladen und sind ihr selbstverständlich gefolgt – dafür an dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank!

MÜNSTERLÄNDER HANF ist ein “obergäriges Landbier mit Hanfblüten” unserer Freunde, der Familie Tenhumberg, von Münsterland-Hanf, aus Hoetmar. In Zusammenarbeit mit der Gruthaus-Brauerei ist dieses bodenständige Landbier, mit seinem unverwechselbaren süffig-hanfigen Geschmack, von dem passionierten Bierbrauer Phillip Overberg kreiert worden. Gebraut wird das MÜNSTERLÄNDER HANF in Belgien bei der Brauerei Anders, die sich auf diese Vertriebsart spezialisiert hat.

Hanf und Hopfen: endlich im Münsterland wieder vereint!

Neben den naturbelassenen Hanfblüten der Familie Tenhumberg besteht das Bier aus Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hafer, Hefe und natürlich des Geschwisterchens vom Hanf – dem Hopfen.

Das spritzig-frische Hellbier, mit seiner blumig-hanfigen Note, ist nicht zu herb im Geschmack. Der Hanf kommt nach etwa zwei bis drei Sekunden nachdem man es getrunken hat bestens zur Geltung.

Hanf und Bier hat Tradition, oder: Hanf und Hopfen ein schmackhafter Tropfen

Als Hanfbier bezeichnet man unterschiedlichste Biersorten die aus Bestandteilen der Hanfpflanze bestehen. Hanf und Hopfen zählen beide zur selben Gewächsfamilie, den sogenannten “Cannabaceae” und sind daher beide miteineinander verwandt.

Durch die weltweite Illegalisierung, aus u.a. wirtschaftlichen und rassistischen Gründen, Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts, von Hanf, dauerte es bis 1996, damit die EU die ersten Verbote fallen lies.

Hanf und Hopfen waren menschgemacht über ein halbes Jahrhundert durch gesetzliche Bestimmungen voneinander getrennt. Den Hanf konnte der Krieg gegen ihn niemals ausrotten. Nach und nach kamen mit Ende des Jahres 1996 die ersten Bierbrauer und -liebhaber mit der EU-weiten Legalisierung und Zertifizierung von Nutzhanf wieder auf die Idee die beiden Gewächse miteinander zu verbinden.

Münsterland-Hanf, als Münsterländische Hanfpioniere und der Gruthaus-Brauerei, mit der Liebe zu außergewöhnlich kreierten Biersorten, ist es zu verdanken, dass die weltweite Bierkultur um ein weiteres Produkt im Sortiment der Bierspezialitäten-Liebhaber seit Freitag dem 13. reicher wurde.

Weiterführende Links:

MÜNSTERLÄNDER HANF online bestellen: http://www.gruthaus.de/biere/muensterlaender-hanf oder https://muensterland-hanf.de/de/hanfsamen-hanfbier

Veranstaltung beim DHV: https://hanfverband.de/…/muenster-bierverkostung-vom-muenst…

Das Braukunstwerk: http://braukunstwerk.de

Münsterland-Hanf: https://muensterland-hanf.de

Gruthaus-Brauerei: http://www.gruthaus.de

 

Bericht: Erfolgreicher Cannabis-Fachtag in Münster

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Dieser Beitrag wurde  am 10.01.2017 zuerst veöffentlicht auf www.hanfverband.de

Am 13.12.2016 fanden sich zahlreiche Experten aus ganz Deutschland in Münster ein, um über die regulierte Abgabe von Cannabis zu sprechen. Hintergrund ist ein Bürgerantrag der Hanffreunde Münster, Ortsgruppe des DHV, die ein Modellprojekt zur Cannabisabgabe fordert, welches von der Stadt beschlossen wurde. Bei der Konferenz überwogen die Legalisierungsbefürworter. Micha Greif, Sprecher der Hanffreunde Münster, hat diesen ausführlichen Bericht zur Konferenz und den Hintergründen verfasst: Bericht: Erfolgreicher Cannabis-Fachtag in Münster weiterlesen

Schwerer Start für Hanfpassion aus Dortmund

Am Rande habe ich mitbekommen, dass Hanfpassion auf Startnext ein Crowdfunding startet und es mir wegen dem gewagten Video genauer angesehen: „Ich bin ein Krimineller. Warum bin ich ein Krimineller?“ Seht euch das Video selber an und erfahrt, warum so viele Menschen „Kriminelle“ im derzeitigen System sind.

Bei dieser genaueren Betrachtung findet sich der Sitz von Hanfpassion im nahen Dortmund. Es handelte sich um den ersten Tag, an dem das Crowdfunding on ging. Aus Erfahrung weiß ich um die viele Mühe, die hoch gestochenen Ziele und die ernüchternden Ergebnisse. Ich schrieb aus all diesen Gründen noch am gleichen Tag gleich einige Mails und kommunizierte mit Ricardo. Ich gab viele Tipps, erklärte einiges und erfuhr bei einem ersten Treffen, dass eine bereits abgesegnete Facebook Kampagne direkt vor dem Start off abgesagt wurde.

Facebook sagt zugesagte Werbung ab

Die einzig richtige Werbeaktion war damit trotz vorherige Absprache ausgefallen. Zudem wurde bereits ein Bankkonto gekündigt. Die Begründung lautet in diesen Situationen meist: „Wenn im Projekt der Begriff Hanf auftaucht, ist es etwas Kriminelles, und das könne man nicht unterstützen.“ Dabei ist doch Hanf bei diesen Bankmitarbeitern sogar in deren Mercedes Bens oder BMW verbaut, damit sie beim Crash bessere Überlebenschancen haben. Wer Auto fährt, ist vermutlich auch schlimm kriminell.

Selbst das Teilen vom Hanfpassion Crowdfunding half nach über 10 Tagen nicht wirklich. Aus der Erfahrung innerhalb und außerhalb der Hanffreunde weiß ich zur Genüge, dass viele offene und aufgeschlossene Leute die Petition nicht zeichnen, die Website nicht aufrufen, den Artikel nicht kaufen, die Organisation nicht unterstützen und nicht einmal darüber reden wollen, da es doch dieser Hanf ist. Man arbeitet in einer Behörde, als Lehrer oder Berufskraftfahrer und kann sich das nicht erlauben, in eine dieser Verfolgerkarteien zu landen.

So schlimm steht es um uns, dass wir bereits in 1984 leben und davor Angst haben, uns für Dinge zu interessieren, die den Namen „Hanf“ enthalten. Praktisch jedes andere derart sinnvolle und positive Startnext Crowdfunding hätte auch ohne Facebook Werbung oder das aktive Teilen und Aufmerksam machen bereits deutlich über 1000 Euro verbucht. Aber wenn es was mit Hanf zu tun hat und die betreffende Person sich sogar als ein Krimineller vorstellt, dann muss man „schnell die Straßenseite wechseln“?

Das darf so einfach nicht weiter gehen

Wir als die Hanffreunde kämpfen auch dafür, dass Menschen sich ganz offen selbst als Beamte oder Lehrer für den Hanf interessieren und ihn gut finden können. Es handelt sich beim Hanf um mehr, als ein paar Leute, die sich nur zum Spaß den Joint anzünden. Es handelt sich um Rohstoffe, Nahrungsmittel, Medizin und Kultur, die uns durch unsinnige Verbote verloren gehen und jetzt energisch zurück gewonnen werden müssen. Wir haben leider keine Zeit zu verlieren, da unsere Gegner mit ihren angeblich guten Absichten sich neue Konzepte ausarbeiten, um die positiven Entwicklungen der letzten Jahre wieder zunichte zu machen. Als die Hanffreunde Münster e.V. wollen wir deswegen auch 2017 aktiv und öffentlich wirken, um die letzten entscheidenden Verbotswände endgültig einzurennen, damit Hanf als Gesamtes wieder als Kulturgut zum alltäglichen Leben dazu gehört. So, wie vor dem Verbot.

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Legale Hanfprodukte in Deutschland

Hanfpassion besucht Hanffreunde Münster Treffen

Beim öffentlichen Dezembertreffen waren bereits Oskar und Walter von Hanfpassion zugegen. Mitglieder von Hanfpassion werden voraussichtlich regelmäßig bei öffentlichen Hanffreunde Münster e.V. Treffen zugegen sein. Wer Hanfpassion etwas auf die Beine helfen möchte, kann gerne das Crowdfunding unterstützen. Das Unternehmen ist nicht hoffnungslos, es ist jedoch nicht ganz einfach.

Wenn das Crowdfundig gelingt, wird es in absehbarer Zeit ein Hanfpassion Crowdinvesting geben. Anstelle der Geschenke gibt es dann Zinsen und nach der Laufzeit das Geld zurück. Wer jetzt in legale Hanfunternehmen investiert, freut sich über die kommende Legalisierung hoffentlich mit noch breiterem Grinsen.

Die Hanffreunde Münster e.V. freuen sich, wenn neben Münsterland Hanf bald weitere legale Hanfunternehmen abgesehen der bekannten Head & Growshops in der Region florieren. Auch das wird zur Normalisierung beitragen, wenn ganz normale Leute in ganz normalen Hanfunternehmen ihre ganz normale Arbeit verrichten und ganz normal ihre Steuern bezahlen.

Wenig Spielraum für arbeitgeberseitig angeordnete Drogentests

Gastartikel von Marlene Keller, www.anwaltarbeitsrecht.com/

Unternehmen dürfen Mitarbeiter nicht kündigen, weil sie außerhalb der Arbeitszeit illegale Drogen einnehmen, so lange der Drogenkonsum die Arbeitsleistung nicht vermindert. Die Einnahme von Drogen während der Arbeitszeit rechtfertigt die Kündigung, wenn deren Konsum betrieblich ausdrücklich verboten wurde. Außerdem muss die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers negativ beeinflusst oder eine andere Personen gefährdet sein. Für den Nachweis des Drogenkonsums durch den Arbeitgeber legt der Gesetzgeber hohe Hürden.

Rechtliche Grundlagen für betriebliches Drogenverbot

Der Grundsatz der Privatautonomie erlaubt Unternehmen im Arbeits- oder Tarifvertrag sowie durch Betriebsvereinbarungen das Arbeiten unter Drogeneinfluss zu verbieten. Der Betriebsrat ist hinsichtlich der Festlegung entsprechender Regelungen zu beteiligen. Dies gilt unabhängig davon, ob das Verbot für einzelne Mitarbeiter, bestimmte Unternehmensbereiche oder alle Kollegen gilt. Eine gute Begründung für ein Drogenverbot im Unternehmen geben die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften. Diese schreiben fest, dass Arbeitnehmer sich und andere durch Drogenkonsum nicht gefährden dürfen.

Abmahnungsgrund: Verweigerung begründeter freiwilliger Drogentests

Sieht ein Arbeitgeber die verminderte Leistungsfähigkeit eines Arbeitnehmers durch einen Drogenkonsum begründet, kann er ihn trotz Verdacht nicht zum Drogentest zwingen. Nach dem Grundgesetz haben in Deutschland alle Menschen das Recht auf körperliche Unversehrtheit, was erzwungene medizinische Untersuchungen ausschließt. Der Arbeitgeber darf den Drogentest lediglich anbieten. Verweigert der verdächtigte Arbeitnehmer die Untersuchung, darf das Unternehmen ihn dennoch abmahnen und ihm in schwerwiegenden Verdachtsfällen kündigen.

Routinedrogentests nur ausnahmsweise zulässig

Selbst wenn eine Betriebsvereinbarung verdachtsunabhängige Drogenkontrollen autorisiert, sehen viele Gerichtsurteile die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers dadurch unverhältnismäßig verletzt. Sie verneinen daher routinemäßige Drogenkontrollen. Die Ausnahme bildet ein Urteil des Hamburger Arbeitsgerichtes. Nach diesem sind regelmäßige Drogentests bei allen Mitarbeitern aufgrund konkreter Verdachtsfälle oder eines hohen Gefahrenpotentials der Arbeitstätigkeit zulässig. Voraussetzung dafür ist eine getroffene Betriebsvereinbarung. Sicherheitshalber sollten Unternehmen laut www.anwaltarbeitsrecht.com einen Fachanwalt für Arbeitsrecht konsultieren, um alle relevanten Rahmenbedingungen zu beleuchten. Arbeitnehmer haben zur Durchführung des Drogentests die freie Arztwahl. Der Arbeitgeber erhält aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht keine genauen Testergebnisse. Er erfährt nur, ob der Arbeitnehmer aufgrund des Tests arbeitsfähig ist.

Fachkonferenz am 13.12.2016 in Münster

Am Dienstag, dem 13.12.2016 ist es endlich soweit: Die von der Stadt Münster organisierte öffentliche Fachtagung zur Vorbereitung eines Modellprojekts zur regulierten Cannabisabgabe findet im Rathausfestsaal statt. Hierzu konnten namhafte & hochkarätige Experten aus dem gesamten Bundesgebiet gewonnen werden.

Wir werden natürlich auch mit dabei sein und würden uns über euren zahlreichen Besuch der Veranstaltung sehr freuen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Mitmachen und diskutieren ist ausdrücklich erwünscht!

Programm und Anmeldung unter: http://www.stadt-muenster.de/…/fachtag-konsum-ohne-reue.html

Diese Fachkonferenz wurde übrigens am 13.09.2015 mit großer Mehrheit durch den Stadtrat beschlossen. Der dem Beschluss vorausgehende Initiativantrag für ein Cannabis-Modellprojekt wurde am 04.04.2014 von unseren Gründern Robert, Jonas und Micha eingereicht. Wir freuen uns auf dieses – für uns historisch bedeutsame – Ereignis.

FB-Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/113126632502107/