Archiv der Kategorie: Hanf-News

Hier finden sich ab und an mal Artikel über Hanf, die häufig auch direkten Bezug zu Münster haben.

Die Schmutzkampagne des Dominique S. („Marlene Mortler absetzen“)

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T-Shirt zu seiner Facebook-Seite

Dominique S. ist bereits seit dem 02.09.2015 nicht mehr bei den Hanffreunden Münster. Da er aktuell wieder Falschbehauptungen über diese Zeit verbreitet, sehen wir uns nun gezwungen, besser spät als nie hierzu offiziell Stellung zu nehmen.

Zunächst berichten wir, warum er nicht mehr bei uns ist und gehen anschließend auf seine aktuellen Vorwürfe ein:

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Polizeipräsident Kuhlisch: „Alternative Fakten“ von rechtsaußen?

In einem Interview zur Frage der Cannabislegalisierung nannte Münsters Polizeipräsident Kuhlisch Schweden als Beispiel für eine entkriminalisierte oder legalisierte Drogenpolitik. In Schweden gab es in den letzten Jahrzehnten allerdings gar keine liberale Cannabis-Politik. Wie konnte er mit seiner Aussage so sehr daneben liegen? Die kürzlich erfolgte Nachfrage eines freien Journalisten ergab, dass Herr Kuhlisch sich auf einen Vortrag bezog, der 1991 in Zürich beim „Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis“ (VPM) gehalten wurde. Der VPM war eine hochumstrittene autoritäre Sekte, die politisch rechtsaußen zu verorten ist. Die Schweizer Bundesregierung strebte ab 1998 deren Verbot an, 2002 löste sich der VPM selbst auf.

Marcel aus unserer Ortsgruppe ist entsetzt: „Es ist erschreckend, dass Polizeipräsident Kuhlisch 26 Jahre alte, unseriöse Angaben einer rechten Sekte für seine Argumentation heranzieht. Wie kommt er überhaupt dazu? Ich hoffe er hat mit den Leuten aus dieser Psycho-Sekte nichts mehr zu tun“.

Des Weiteren wurde von Kuhlischs Pressesprecher, Herrn Vorholt, vorgetragen, dass der Cannabiskonsum von Jugendlichen in Colorado durch die Legalisierung zugenommen habe. Diese Aussage werden durch die von den Gesundheitsbehörden des US-Bundesstaates bekannt gegeben Zahlen widerlegt. Demnach sind der Cannabiskonsum bei Jugendlichen in Colorado leicht rückläufig und läge knapp unter dem US-Bundesschnitt. Als Quelle für die polizeiliche Haltung wurde die „Rocky Mountain High Intensity Drug Trafficking Area“ (RMHIDTA) genannt. Das US-amerikanische Vice-Magazin hat sich kürzlich in einem Artikel mit der RMDHIDTA beschäftigt und berichtet, bei Gründer und Vorsitzenden Thomas Gorman handle es sich um einen „Karriere-Drogenkrieger„, der keinen Hehl daraus mache, seine persönliche Meinung in die Jahresberichte mit einfließen zu lassen. Gorman spricht sich neben dem Cannabisverbot übrigens auch für die Wiedereinführung eines bundesweiten Alkoholverbots wie in den 1920er Jahren aus.

Unser Sprecher Micha Greif macht deutlich: „Endlich wissen wir, worauf die Polizei Ihre Haltung stützt. Wir gründen hierzu nun einen ehrenamtlichen Arbeitskreis, der die Angaben wissenschaftlich überprüfen wird.

Polizeipräsident Kuhlisch läßt antworten

Nachdem unsere Frage beim Cannabis Fachtag der Stadt Münster im vergangenen Dezember unbeantwortet blieb, fragten wir am 19.01.2017 Herrn Polizeipräsident Kuhlisch per Email an, auf welche Zahlen, Daten, Fakten und Erfahrungen aus verschiedenen Ländern er sich beruft, wenn er sagt, das man in anderen Ländern „schlechte Erfahrungen“ mit der Legalisierung gemacht habe und sich dadurch die Probleme „nicht gelöst“ hätten (siehe Video 19:57-20:27).

Am 25.01.2017 wurde uns eine Antwort per Post zugesagt.
Am 26.01.2017 übersandten wir unsere Postanschrift.
Am 17.02.2017 fragten wir nach und erhielten keine Reaktion.
Am 03.04.2017 fragten wir erneut nach mit Frist bis zum 18.04.2017
Am 19.04.2017 versandten wir um 09:09 Uhr unsere Pressemitteilung. Vermutlich gab es diverse Presseanfragen (u. A. die WN & MZ berichteten),  denn nur 6 Stunden später, um 15:09 Uhr, erhielten wir die seit fast 3 Monaten ausstehende Antwort:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Greif,

vielen Dank für Ihre freundliche Nachfrage zum Thema Cannabis-Konsum und zur Fachtagung „Konsum ohne Reue“. Herr Polizeipräsident Kuhlisch hat mich beauftragt, Ihnen zu antworten.

Zu Beginn darf ich feststellen, dass Herr Kuhlisch unverändert die Legalisierung der Droge Cannabis ablehnt. Seine Haltung hat Herr Kuhlisch gleich zu Beginn seiner Amtszeit unter anderem im Interview mit den Westfälischen Nachrichten deutlich gemacht, nachzulesen in der Ausgabe vom 9. 1. 2016. An dieser Sicht hat sich bis heute nichts geändert.

In der seit März geregelten medizinischen Nutzung der Droge zur Behandlungsunterstützung und Schmerztherapie erkennt Herr Kuhlisch eine Chance. Für die aktuellen Fragen und Zweifel niedergelassener Ärzte oder Apotheker zum medizinischen Einsatz von Cannabis (z.B. WN vom 28.3.) hat Herr Kuhlisch Verständnis, hofft jedoch aus der kontrollierten und auf das jeweilige Krankheitsbild und die körperliche Konstitution abgestimmten Abgabe von Cannabis auf einen wissenschaftlich fundierten Erkenntniszuwachs zur Wirkung der Droge.

Herr Polizeipräsident Kuhlisch bezieht sich in seinem Statement anlässlich der Fachtagung auf Erfahrungen aus dem US Bundesstaat Colorado, die im Rahmen einer Sitzung der Ständigen Arbeitsgruppe Rauschgift des BKA geschildert wurden. Demnach hat nach Legalisierung des Cannabis-Konsums der Handel mit der Droge um 32 Prozent zugenommen und sind die medizinischen Akut-Notfälle aufgrund des Cannabis-Konsums um 34 Prozent gestiegen. Berichtet wird weiterhin von einem blühenden Schwarzmarkt, der von der Organisierten Kriminalität dominiert wird. Als Ursache für diesen unkontrollierten Handel mit Cannabisprodukten wird der Steuersatz von 28 Prozent genannt, mit dem Cannabis in Colorado besteuert wird. Nach einer ersten Einschätzung des 2015 in den USA veröffentlichten Berichts ist zudem der Konsum von Jugendlichen und Erwachsenen ebenso spürbar angestiegen wie das Fahren unter Drogeneinfluss.

Unabhängig von diesen Erfahrungen hat Herr Kuhlisch bereits in seinem Statement zur Fachtagung seine Grundeinstellung verdeutlicht: „In unserer Gesellschaft weiterhin zunehmende Sozial- und Beziehungsstörungen haben ihre Ursache u. a. im Verlust eindeutiger Regeln und Grenzen. Wenn auch die aktuelle Drogenpolitik bisher nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat, kann die Alternative nicht der Verzicht auf das staatliche, das heißt auch das strafrechtliche Verbot sein. Sonst wird aus der Warnung „Lasst es sein!“ die Einladung „Alles ist möglich, probiert es aus!“

Mit freundlichen Grüßen
Roland Vorholt

Polizeipräsidium Münster
Pressestelle
Friesenring 43
48147 Münster“

 

An den genannten Fakten haben wir Zweifel. Einige können wir bereits jetzt widerlegen, jedoch wollen wir zunächst die Quellen prüfen. Für die wissenschaftliche Überprüfung benötigen wir nun etwas Zeit und werden hierzu Rückfragen an die Polizei stellen.

Polizeipräsident Kuhlisch: Wortbruch & Gerüchteküche statt sachlicher Fachdiskussion?

Münster Polizeipräsident Kuhlisch bleibt der Öffentlichkeit antworten schuldig. Die von ihm auf dem städtischen Cannabis-Fachtag im Dezember aufgestellten Behauptungen, dass andere Länder mit der Cannabis-Legalisierung „schlechte Erfahrungen“ gemacht hätten und die Probleme dadurch “nicht gelöst” worden seien, brachten ihm bereits auf dem Fachtagspodium die Kritik von Dr. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschem Hauptstelle für Suchtfragen, ein, Zitat: „Sie argumentieren ohne Fakten.“

Wir  freuten sich zunächst, dass Herr Kuhlisch am Fachtag für das geplante Cannabis-Modellprojekt teilnahm. Jetzt sind wir enttäuscht, dass Herr Kuhlisch sein Wort brach und trotz seiner Zusage und mehrerer Nachfragen keine Belege zu seinen Äußerungen vorbrachte und offenbar nicht einmal mehr bereit ist, überhaupt hierzu Stellung zu nehmen.

Marcel Klümpers aus unserer Ortsgruppe macht deutlich: “Als Polizeichef sollte es Herr Kuhlisch wissen, dass zu den originären Aufgaben der Polizei auch die Auskunftserteilung gehört. Er ist uns eine Antwort schuldig.

Unser Sprecher Micha Greif ergänzt: “Fakt ist: Viele Länder machen sehr gute Erfahrungen mit der Cannabis-Legalisierung: Höhere Steuereinnahmen, niedrigere Kriminalitätsraten, bessere Präventionsmöglichkeiten, Qualitätskontrollen und somit weniger gesundheitsgefährliche Streckmittel.

Youtube-Link zu den kritisierten Äußerung von Herrn Kuhlisch: https://www.youtube.com/watch?v=zJ28l02xa-Y&feature=youtu.be&t=1197 (19:57-20:27)

Emailverkehr mit der Polizei Münster (Antwortzusage i. A. von Herrn Kuhlisch & unbeantworteter Erinnerungen): PDF-Datei

Bundestag beschließt endlich Gesetz zu Cannabis als Medizin / Rückenwind für Modellprojekt in Münster

Einstimmig (!) hat der Bundestag heute Cannabis als Medizin legalisiert. Mit dem neuen Gesetz werden die Kassen verpflichtet, die Kosten für die Cannabismedizin zu übernehmen, wenn diese medizinisch notwendig ist. Das bisher erforderliche aufwendige Ausnahmegenehmigungsverfahren entfällt, so dass Ärzte Cannabis selbst per BtM-Rezept verschreiben können. Zudem wird der Staat zum Dealer in Form der „Cannabisagentur“, die den Anbau und Vertrieb regelt.

Parallel hierzu gehen in Münster die Vorbereitungen für das von der Stadt angestrebte Cannabis-Modellprojekt weiter. Der erste Entwurf für den erforderlichen Antrag an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wurde nun den beteiligten Akteuren zur Prüfung vorgelegt. Die nun entstehende Cannabisagentur ist darin als Bezugsquelle vorgesehen. Das Modellprojekt soll auf die Verwendung als Genußmittel ausgerichtet werden, im Rahmen der Begleitforschung können aber auch medizinische Aspekte eine Rolle spielen. 
Unser Sprecher Micha ist hocherfreut über den Bundestagsbeschluss: „Das ist ein historischer Meilenstein für alle Patienten. Wir gehen davon aus, dass langfristig mehr als eine Millionen Menschen hierzulande von Cannabis als Medizin profitieren können“. Aktuell haben lediglich 1.004 Menschen in Deutschland eine Ausnahmegenehmigung für Marihuanablüten. 
Robert ergänzt: „2014 haben wir, zusätzlich zur Unterschriftensammlung für unser Modellprojekt, über 1.000 Unterschriften für die Cannabis als Medizin Petition gesammelt. Der heutige Tag ist ein Wendepunkt für viele seit Jahren leidende Mitbürger. Mit langem Atem aktiv arbeiten kann sich also doch auszahlen.

Hanffreunde Münster zu Besuch bei “MÜNSTERLÄNDER HANF”-Präsentation

Vergangenen Freitag lud Phillip Oververberg von der Gruthaus-Brauerei zur offiziellen Vorstellung und gleichzeitig Verkostung seiner neusten Kreation – dem “MÜNSTERLÄNDER HANF” – in den Tasting-Room des Braukunstwerks, in der Warendorfer Straße 44, Münster.

Das Braukunstwerk steht für eine außergewöhnliche Bier-Vielfalt. Betritt man den Eingangsbereich, steht man direkt im Show-Room, mit ca. 400 Bierspezialitäten aus kleinen, eigenständigen und/oder Familienbrauereien aus Deutschland und der ganz Welt – die sich insgesamt auf 50 Bierstile aus 15 verschiedenen Ländern verteilen.

Durch regelmäßige Bier-Verkostungen, Bierberatung, Informationsveranstaltungen rund um das Thema “Bier” u.v.m. bietet das Braukunstwerk für den Münsteraner Raum ein breites Dienstleistungsangebot.

Das MÜNSTERLÄNDER HANF wird das Angebot, als Bier mit münsterländer Hanfblüten, des Braukunstwerks um ein süffig-mundiges Cultgetränk erweitern und steht dort von nun an zum Verkauf.

Das Hanfblütenbier wurde von uns bereits mit Spannung erwartet. Auf Facebook kursierte im Vorfeld, seit dem 20. Dezember 2016, schon das eine oder andere geleakte Bild, auf dem eine Flasche mit einem Glas voll MÜNSTERLÄNDER HANF zu sehen war.

Wir durften exklusiv beim Pressetermin vor der öffentlichen Biervorstellung um 18 Uhr dabei sein!

Vor der öffentlichen Veranstaltung, um 18:00 Uhr, fand im ruhigen Rahmen eine Präsentation für Pressevertreter statt. Auch die Hanffreunde Münster wurden zur Verkostung eingeladen und sind ihr selbstverständlich gefolgt – dafür an dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank!

MÜNSTERLÄNDER HANF ist ein “obergäriges Landbier mit Hanfblüten” unserer Freunde, der Familie Tenhumberg, von Münsterland-Hanf, aus Hoetmar. In Zusammenarbeit mit der Gruthaus-Brauerei ist dieses bodenständige Landbier, mit seinem unverwechselbaren süffig-hanfigen Geschmack, von dem passionierten Bierbrauer Phillip Overberg kreiert worden. Gebraut wird das MÜNSTERLÄNDER HANF in Belgien bei der Brauerei Anders, die sich auf diese Vertriebsart spezialisiert hat.

Hanf und Hopfen: endlich im Münsterland wieder vereint!

Neben den naturbelassenen Hanfblüten der Familie Tenhumberg besteht das Bier aus Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hafer, Hefe und natürlich des Geschwisterchens vom Hanf – dem Hopfen.

Das spritzig-frische Hellbier, mit seiner blumig-hanfigen Note, ist nicht zu herb im Geschmack. Der Hanf kommt nach etwa zwei bis drei Sekunden nachdem man es getrunken hat bestens zur Geltung.

Hanf und Bier hat Tradition, oder: Hanf und Hopfen ein schmackhafter Tropfen

Als Hanfbier bezeichnet man unterschiedlichste Biersorten die aus Bestandteilen der Hanfpflanze bestehen. Hanf und Hopfen zählen beide zur selben Gewächsfamilie, den sogenannten “Cannabaceae” und sind daher beide miteineinander verwandt.

Durch die weltweite Illegalisierung, aus u.a. wirtschaftlichen und rassistischen Gründen, Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts, von Hanf, dauerte es bis 1996, damit die EU die ersten Verbote fallen lies.

Hanf und Hopfen waren menschgemacht über ein halbes Jahrhundert durch gesetzliche Bestimmungen voneinander getrennt. Den Hanf konnte der Krieg gegen ihn niemals ausrotten. Nach und nach kamen mit Ende des Jahres 1996 die ersten Bierbrauer und -liebhaber mit der EU-weiten Legalisierung und Zertifizierung von Nutzhanf wieder auf die Idee die beiden Gewächse miteinander zu verbinden.

Münsterland-Hanf, als Münsterländische Hanfpioniere und der Gruthaus-Brauerei, mit der Liebe zu außergewöhnlich kreierten Biersorten, ist es zu verdanken, dass die weltweite Bierkultur um ein weiteres Produkt im Sortiment der Bierspezialitäten-Liebhaber seit Freitag dem 13. reicher wurde.

Weiterführende Links:

MÜNSTERLÄNDER HANF online bestellen: http://www.gruthaus.de/biere/muensterlaender-hanf oder https://muensterland-hanf.de/de/hanfsamen-hanfbier

Veranstaltung beim DHV: https://hanfverband.de/…/muenster-bierverkostung-vom-muenst…

Das Braukunstwerk: http://braukunstwerk.de

Münsterland-Hanf: https://muensterland-hanf.de

Gruthaus-Brauerei: http://www.gruthaus.de

 

Bericht: Erfolgreicher Cannabis-Fachtag in Münster

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Dieser Beitrag wurde  am 10.01.2017 zuerst veöffentlicht auf www.hanfverband.de

Am 13.12.2016 fanden sich zahlreiche Experten aus ganz Deutschland in Münster ein, um über die regulierte Abgabe von Cannabis zu sprechen. Hintergrund ist ein Bürgerantrag der Hanffreunde Münster, Ortsgruppe des DHV, die ein Modellprojekt zur Cannabisabgabe fordert, welches von der Stadt beschlossen wurde. Bei der Konferenz überwogen die Legalisierungsbefürworter. Micha Greif, Sprecher der Hanffreunde Münster, hat diesen ausführlichen Bericht zur Konferenz und den Hintergründen verfasst: Bericht: Erfolgreicher Cannabis-Fachtag in Münster weiterlesen