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03. Infostand in der Ludgeristraße

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Am Samstag, den 04.08.2018 sind wir wieder in der Ludgeristraße mit einem Infostand vertreten, um über Cannabis als Medikament, Rohstoff und Genussmittel aufzuklären. Kommt uns doch besuchen. Wir stehen wie immer in Höhe des Telekomgeschäfts, Ludgeristraße 30/31.

Hanfige Grüße

 

Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/478701812594982

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Die Hanffreunde marschieren

Die Hanffreunde marschieren

Eine Reportage von Helena Budde

 

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»An einem besonders sonnigen Samstag in Münster sitzt ein junger Mann an der Spitze des Aasees in seinem Rollstuhl und kifft. Er ist umringt von Bannern und Plakaten und vielen Menschen, die
ihm dabei zusehen. Er sieht entspannt aus. In seinem Schoß liegt ein Megafon, durch das er gerade die anwesenden Polizisten darüber informiert, dass er nun in aller Öffentlichkeit und zur Feier Tages Marihuana konsumieren wird. Die Menge um ihn herum grölt und johlt. Danny hat Fans. Und auch die Beamten können nichts weiter tun, als die Genehmigung, die er als Cannabispatient hat, zur Kenntnis zu nehmen. Danny Ralph Cäsar ist nämlich nicht nur zum Vergnügen zum Kiffen an den Aasee gekommen. Er ist die tatkräftige Unterstützung der Hanffreunde Münster bei ihrem ersten „Global Marijuana March“ in der Universitätsstadt.

Er ist keine unbekannte Größe im Netz, auf seinem gleichnamigen Youtube Kanal informiert er über „Mein Leben mit Cannabis“. Danny ist die perfekte Kultfigur für den „Global Marijunana March“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gesundheit statt Strafverfolgung“ steht. Die Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbandes hat ihre Demonstration zur Legalisierung von Cannabis auf den 12. Mai gelegt – und damit zeitgleich zum Katholikentag und zu einer Protestaktion gegen die AfD in Münster. Die Stadt brummt und platzt aus allen Nähten. Und trotzdem haben sich einige Hanfliebhaber am Servatiiplatz, dem Ausgangspunkt der Demo, zusammengefunden, um sich gemeinsam auf den Weg zum Aasee zu machen und lautstark über ihr Begehren aufzuklären.

Also los! Unter dem Geleitschutz der Polizei macht sich die überschaubare Gruppe mit Reggae Musik und der Parole „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns das Ganja klaut!“ auf den Weg über die Promenade zum Aasee. Allen voran Danny, der durch sein Megafon die Demonstranten animiert. Während die Prozession sich langsam durch die Stadt bewegt, gibt es immer wieder zustimmende Rufe, Passanten recken die Daumen nach oben, einige schließen sich sogar spontan an und laufen mit bis zu den Aaseekugeln. Wie an schönen Sommertagen üblich, ist es dort brechend voll und die Menschen beobachten amüsiert die ankommende Demo, die hier ihren Abschluss finden soll.

Nun nehmen die Demonstranten Danny Ralph Cäsar in ihre Mitte. Neben Danny sprechen auf der Kundgebung Vertreter von den Grünen, Linken und der „Partei“. Sie werben für eine Freigabe von Cannabis und warnen vor dem Schwarzmarkt und einer Kriminalisierung der Konsumenten. Sie würdigen die Regelung zur Verschreibung von Cannabis aus medizinischen Gründen aus dem Vorjahr als ersten Erfolg und fordern mehr: „Cannabis soll als Genussmittel kontrolliert an alle Erwachsenen abgegeben werden.“

Die Redner finden Zustimmung bei ihrem Publikum, und immer mehr interessierte Menschen nähern sich der Kundgebung, um zuzuhören. Die meisten scheinen dem Thema gegenüber aufgeschlossen zu sein, doch einen Mann, der an der Versammlung vorbeiläuft, bringt es in Rage. Er pöbelt im Vorbeilaufen: Cannabis sei eine gefährliche Droge. Danny fordert den Mann auf zu ihm zu kommen, um darüber zu diskutieren. Doch der Passant bleibt auf Distanz, erklärt aus sicherer Entfernung, dass er eine Legalisierung von Cannabis niemals mittragen werde. Dieser kurze Schlagabtausch, zeigt, wie emotional und kontrovers über das Thema „Cannabis“ diskutiert wird. Die positive Stimmung der Versammlung wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt: Es wird munter ein Vaporizer versteigert, mit dem Marihuana – anders alsin einem Joint – verdampft wird. Am Ende der Veranstaltung verteilen die Veranstalter Give-Aways. „Schließlich sei es das Ziel der Demo, Mitbürger erstmal auf das Thema Cannabis aufmerksam zu machen“, erklärt Marcel Klümpers, der Vorsitzende der Hanffreunde. Viele Menschen seien wenig informiert über Cannabis
und verträten in die Jahre gekommene, konservative Ansichten. Die Zustimmung für eine Legalisierung wächst mehr und mehr. Die „kritische Masse“ seie bald überschritten, so das Vorstandsmitglied des Vereins.

Die Hanffreunde wird das nicht stoppen. Zuletzt haben sie versucht, einen Cannabis-Social Club in Münster aufzubauen. In diesem Social-Club wäre es Erwachsenen möglich gewesen Cannabis zu konsumieren und selbst anzubauen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte ihre Pläne am Ende verhindert, doch die Hanffreunde sehen es als einen großen. Erfolg ihrer Arbeit, dass die Stadt Münster überhaupt bereit war, sich ernsthaft mit dem Anliegen auseinanderzusetzen. Die Hanffreunde werden weiter für die Legalisierung von Cannabis kämpfen, und so darf man damit rechnen, dass auch im kommenden Jahr ein „Global Marijuana March“ durch Münster ziehen wird – an der Spitze vermutlich der bekiffte Danny, im Rollstuhl.«

 

 

 

 

Danny Ralf Cäsar „Mein Leben mit Cannabis“: https://www.youtube.com/channel/UCWpIR0TVs-K_I4p5VqyzDqw

Global Marijuana March Münster 2018: http://www.hanffreunde-muenster.de/gmm2018

Global Marihuana March Deutschland: http://www.hanfverband.de/gmm2018

Bilder: Hanffreunde Münster e.V.

 

Viel Dank für Deinen Bericht Helena!

Treffen des Hanffreunde Münster e. V. – Ortsgruppe Deutscher Hanfverband

Öffentliches Treffen des Hanffreunde Münster 2014 e. V. – Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbandes (DHV)

Jeden zweiten Montag im Monat treffen wir uns im KCM Schwulenzentrum, Am Hawerkamp 31, in Münster, immer 19 bis 21 Uhr.

Zum nächsten Treffen am Montag, dem 11.12.2017, zu 19 Uhr, möchten wir alle Interessierten, Vereins- sowie DHV-Mitglieder und -Sponsoren herzlich einladen!

Getränke und Snacks bitte selbst mitbringen. Parkplätze sind vorhanden, es werden keine Parkgebühren erhoben.

Nach einigen Tagesordnungspunkten bleibt immer Raum für Unterhaltungen und natürlich könnt Ihr zu jeder Zeit Vereinsmitglied und Sponsor beim DHV werden. Eine Mitgliedschaft bei uns nicht erforderlich, um an unseren Treffen und Aktionen teilzunehmen.

Falls Fragen bestehen, schreibt uns einfach an. Wir freuen uns über Euer Erscheinen!

Google Maps: https://www.google.de/maps/place/KCM+Schwulenzentrum+e.V./@51.9444997,7.6366396,17z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47b9bb2aa9ff1147:0xf428b9c82c54b428!8m2!3d51.9444997!4d7.6388283

Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/137800766879761

Hanfige Grüße

Marcel

Hanffreunde besuchten Vortrag über Alkohol und Cannabis der Polizei Münster

Vergangenen Montag, 13. November 2017, besuchten wir Hanffreunde den zweiten Teil der Veranstaltungsreihe “Die Dosis macht’s. Impulse zur Suchtprävention” des Arbeitskreises Suchtprävention Münster. Zum Thema “Alkohol & Cannabis – Was Sie zu rechtlichen Aspekten wissen sollten” referierte dort Kriminalhauptkommissar Thomas Götze zu rechtlichen Informationen rund um Cannabis und Alkohol mit den Themenschwerpunkten Jugendschutzgesetz, Jugendstrafrecht, Haftungsrecht, Allgemeines Strafrecht, Führerscheinrecht und Betäubungsmittelrecht für Erwachsene und Interessierte. Veranstalter war das Polizeipräsidium Münster, K13, Sucht und Drogenprävention. Auf Facebook machte die Polizei Münster dafür sogar eine Veranstaltungsankündigung.

Die Hanffreunde konnten sich das natürlich nicht entgehen lassen. Bepackt mit Infobroschüren nutzten wir so gleich die Gelegenheit, um auf die Führerscheinkampagne des Deutschen Hanfverbandes “Klarer Kopf. Klare Regeln!” und der Ungerechtigkeit zwischen berauschten Alkoholkonsumenten, die sich nach einem Bier noch hinters Steuer setzen könnten und den Cannabiskonsumenten, bei denen der Konsum mehrere Tage zurückliegen muss, bis sie sich wieder hinter das Steuer setzen dürften, aufmerksam zu machen, die in Kooperation mit sens media läuft.

Etwa 15 Zuschauer kamen an diesem Abend um 19:30 in die Drogenhilfe Münster ins 2. OG. Der Vortrag verzögerte sich wegen einem technischen Problem mit dem Beamer um 25 Minuten. Gleich zu Beginn konnten wir, während vom Referent versucht wurde für die Power-Point-Präsentation ein gerades Bild an die Wand zu werfen, unser Informaterial auf den Infotisch neben dem Ausgang auslegen, welches im Anschluss an den Vortrag von mehreren mitgenommen wurde.

Inhaltlich gibt es wenig zu kritisieren, der Vortrag war fachlich und rechtlich korrekt. Aber einzelne Aussagen des Kriminalhauptkommissars blieben dann doch im Ohr hängen, die wir an dieser Stelle einmal wiedergeben möchten, sodass jeder sich seine eigenen Gedanken dazu machen kann:

“Mädchen ziehen an einem Joint und fallen dann um.”

“Ich habe noch keinen Fall gehabt, bei dem es nicht um gestrecktes Cannabis ging.”

“Andere Länder haben durchaus positive Erfahrungen mit der Legalisierung von Cannabis gemacht. Als Landesbeamter dürfte ich Ihnen nicht sagen, ob ich das gut oder nicht so gut fände.”

„Das Führerscheinrecht ist ungerecht, da es den berauschten Alkoholkonsument nicht aber den nicht bekifften Cannabiskonsument sehr wohl bestraft.“

Einen Tipp möchten wir ihm ans Herz legen, denn wir hatten nach der Veranstaltung leider nicht das Vergnügen und konnten miteinander ins Gespräch kommen, sich mit dem Unterschied der Eigenbedarfsmenge und der nicht geringen Menge auseinanderzusetzen, denn der Wirkstoffgehalt spielt sehr wohl eine Rolle im Strafverfahren.