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Cannabis normal! Konferenz 2018: Auszeichnung für Hanffreunde Münster e.V. Mitbegründer Micha Greif

Von Christian Bartsch

 

Cannabis normal! Konferenz 2018: Auszeichnung für Hanffreunde Münster e.V. Mitbegründer Micha Greif

 

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Münster, 24. November 2018: Cannabis normal! – Unter diesem Namen fand vom 16. bis zum 17. November 2018 die zweite Konferenz des Deutschen Hanfverbands in Berlin statt. Fast exakt einen Monat vorher hatte Kanada, als erste Industrienation, am 17. Oktober 2018, Cannabis vollständig legalisiert und befindet sich damit in guter Gesellschaft. Auch diverse Bundestaaten der Vereinigten Staaten von Amerika, aber auch Länder wie Uruguay oder Portugal haben Cannabis legalisiert.

 

Auch Vertreter des Hanffreunde Münster e.V. waren in Berlin, in der Alten Münze, bei der Konferenz vor Ort.

Im Rahmen der Konferenz wurde die von Prof. Dr. Justus Haucap geleitete Studie „Die Kosten der Cannabis-Prohibition in Deutschland“ vorgestellt. In Deutschland ist Cannabis der Spitzenreiter unter den illegalen Substanzen. Lt. Einer Umfrage von 2015 haben rund 30% der Bundesbürger zwischen 18 und 59 Jahren bereits einmal im Leben Cannbis konsumiert, sieben Prozent innerhalb des letzten Jahres. Obwohl nur wenig belastbare Zahlen existieren, darf davon ausgegangen werden, dass es in Deutschland zwischen anderthalb (Konsum in den letzten 30 Tagen) und dreieinhalb (Konsum in den letzten 12 Monaten) Millionen regelmäßige Cannabis-Konsumenten gibt. Jedes Jahr gibt der deutsche Staat mehr als eine Milliarde Steuergelder für die Durchsetzung der Prohibition aus. In dieser Summe enthalten sind lediglich die Kosten für den Einsatz der Polizei. Tatsächlich kostet die Prohibiton noch deutlich mehr – denn entgangenen Steuereinnahmen, ähnlich der Tabak- oder Alkoholsteuer, aber auch Umsatzsteuer beziffert Haucap ebenfalls. So kommt er am Ende, bei einem vorsichtig und zurückhaltend geschätzten Bedarf von 250 Tonnen im Jahr, auf Kosten von rund 2,7 Mrd. Euro – jährlich.

Aus diesen Einnahmen ließen sich z.B. problemlos ein effektiver Jugendschutz aufbauen, bei dem durch stetige Kontrollen sichergestellt werden kann, dass – wie auch schon bei Alkohol und Tabak – Minderjährige keinen Zugang zu Cannabis haben. Weiter ließen sich umfangreiche Präventionsprojekte, Aufklärungskampagnen und Qualitätskontrollen finanzieren.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung würdigte der DHV ausgewählte Personen für ihre Arbeit zur Legalisierung von Cannabis. Neben MdB Hans-Christian Ströbele und dem Juristen und Kriminologen Stephan Quensel in den Bereichen „Politik und Wissenschaft“ wurde auch der Mitbegründer der Münsteraner Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbandes (DHV), dem Hanffreunde Münster e.V., Micha Greif, der inzwischen in Münchener DHV Ortsgruppe für die Legalisierung kämpft, in der Kategorie „Aktivismus“ für seinen unermüdlichen Einsatz mit einem Hanf-Adler geehrt.

Über die Hanffreunde Münster e.V.: Der Hanffreunde Münster e.V. wurden 2014 von Befürwortern der Cannabis-Legalisierung als Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbands (DHV) ins Leben gerufen. Ziel des Vereins ist die Interessenvertretung von Hanf-Konsumenten. Insbesondere ist es das Anliegen des Vereins, die seit jahrtausenden vom Menschen kultivierte Nutzpflanze Hanf mit all ihren möglichen Produkten, wie Samen und Öl (als Nahrungsmittel), Hanffasern (für Kleidung, Seile und Papier) und auch Cannabis wieder vollständig zu rehabilitieren und legalisieren. Das langfristige Ziel ist die Gründung eines Cannabis Social Clubs in Münster. Dazu organisiert der Verein regelmäßige Infostände in der Münsteraner City sowie u.a. den örtlichen GMM – den Global Marihuana March. 2017 reichte die Stadt Münster aufgrund des von den Hanffreunden angeregten Ratsbeschlusses einen Antrag für ein Cannabis-Modellprojekt beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), der (wie leider zu erwarten) negativ beschieden wurde. Der Verein wird vom 1. Vorsitzenden Marcel Klümpers geleitet. DHV-Ortsgruppensprecher ist Daniel Schubert.

Studie: https://hanfverband.de/sites/hanfverband.de/files/cannabis_final-141118.pdf

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Hanfteeverkauf & Infostand beim Weihnachtsmarkt auf dem Thie in Rheine

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Es wird weihnachtlich mit den Hanffreunden!

Durch freundliche Unterstützung der Kulturgemeinschaft Thie e.V. Rheine, Rheine bewegt e. V. und von Münsterland-Hanf, die uns mit einer Hanfteespende helfen, werden wir am zweiten Adventssonntag, den 09.12.2018, von 13:00 bis 20:00 Uhr, beim „Weihnachtsmarkt auf dem Thie“, in Rheine, einen Hanfteeverkaufsstand anbieten.

Der Weihnachtsmarkt ist etwas ganz besonderes in Rheine. Seit nunmehr drei Jahren wird er von engagierten Ehrenamtlichen liebevoll organisiert und alle Einnahmen gehen an caritative Einrichtungen aus Rheine! Wir sind sehr froh, den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr mit einem Hanftee- und Informationstand unterstützen zu dürfen und freuen uns über jeden Besucher der einen leckeren und gesunden Becher des Münsterländischen Hanftee’s bei uns genießen wird.

Abgerundet wird das Programm durch Live-Musik vom Weihnachtsmann Conny mit seinen Freunden, Eierpunsch- & Glühweinstand, Hausgemachten Leckereien, mit Süßem & Herzhaften und den Quadkinder – Wir helfen Kindern, die in jedem Jahr diesen Weihnachtsmarkt zu einem besonderen Highlight für die Kleinen machen.

Hanfige Weihnachtsgrüße

Münsterland-Hanf: https://www.facebook.com/Hanftee

Rheine bewegt e.V.: https://www.facebook.com/rheinebewegt

Kulturgemeinschaft Thie e.V.: https://www.facebook.com/kulturgemeinschaft.thie.Rheine

03. Infostand in der Ludgeristraße

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Am Samstag, den 04.08.2018 sind wir wieder in der Ludgeristraße mit einem Infostand vertreten, um über Cannabis als Medikament, Rohstoff und Genussmittel aufzuklären. Kommt uns doch besuchen. Wir stehen wie immer in Höhe des Telekomgeschäfts, Ludgeristraße 30/31.

Hanfige Grüße

 

Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/478701812594982

Die Hanffreunde marschieren

Die Hanffreunde marschieren

Eine Reportage von Helena Budde

 

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»An einem besonders sonnigen Samstag in Münster sitzt ein junger Mann an der Spitze des Aasees in seinem Rollstuhl und kifft. Er ist umringt von Bannern und Plakaten und vielen Menschen, die
ihm dabei zusehen. Er sieht entspannt aus. In seinem Schoß liegt ein Megafon, durch das er gerade die anwesenden Polizisten darüber informiert, dass er nun in aller Öffentlichkeit und zur Feier Tages Marihuana konsumieren wird. Die Menge um ihn herum grölt und johlt. Danny hat Fans. Und auch die Beamten können nichts weiter tun, als die Genehmigung, die er als Cannabispatient hat, zur Kenntnis zu nehmen. Danny Ralph Cäsar ist nämlich nicht nur zum Vergnügen zum Kiffen an den Aasee gekommen. Er ist die tatkräftige Unterstützung der Hanffreunde Münster bei ihrem ersten „Global Marijuana March“ in der Universitätsstadt.

Er ist keine unbekannte Größe im Netz, auf seinem gleichnamigen Youtube Kanal informiert er über „Mein Leben mit Cannabis“. Danny ist die perfekte Kultfigur für den „Global Marijunana March“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gesundheit statt Strafverfolgung“ steht. Die Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbandes hat ihre Demonstration zur Legalisierung von Cannabis auf den 12. Mai gelegt – und damit zeitgleich zum Katholikentag und zu einer Protestaktion gegen die AfD in Münster. Die Stadt brummt und platzt aus allen Nähten. Und trotzdem haben sich einige Hanfliebhaber am Servatiiplatz, dem Ausgangspunkt der Demo, zusammengefunden, um sich gemeinsam auf den Weg zum Aasee zu machen und lautstark über ihr Begehren aufzuklären.

Also los! Unter dem Geleitschutz der Polizei macht sich die überschaubare Gruppe mit Reggae Musik und der Parole „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns das Ganja klaut!“ auf den Weg über die Promenade zum Aasee. Allen voran Danny, der durch sein Megafon die Demonstranten animiert. Während die Prozession sich langsam durch die Stadt bewegt, gibt es immer wieder zustimmende Rufe, Passanten recken die Daumen nach oben, einige schließen sich sogar spontan an und laufen mit bis zu den Aaseekugeln. Wie an schönen Sommertagen üblich, ist es dort brechend voll und die Menschen beobachten amüsiert die ankommende Demo, die hier ihren Abschluss finden soll.

Nun nehmen die Demonstranten Danny Ralph Cäsar in ihre Mitte. Neben Danny sprechen auf der Kundgebung Vertreter von den Grünen, Linken und der „Partei“. Sie werben für eine Freigabe von Cannabis und warnen vor dem Schwarzmarkt und einer Kriminalisierung der Konsumenten. Sie würdigen die Regelung zur Verschreibung von Cannabis aus medizinischen Gründen aus dem Vorjahr als ersten Erfolg und fordern mehr: „Cannabis soll als Genussmittel kontrolliert an alle Erwachsenen abgegeben werden.“

Die Redner finden Zustimmung bei ihrem Publikum, und immer mehr interessierte Menschen nähern sich der Kundgebung, um zuzuhören. Die meisten scheinen dem Thema gegenüber aufgeschlossen zu sein, doch einen Mann, der an der Versammlung vorbeiläuft, bringt es in Rage. Er pöbelt im Vorbeilaufen: Cannabis sei eine gefährliche Droge. Danny fordert den Mann auf zu ihm zu kommen, um darüber zu diskutieren. Doch der Passant bleibt auf Distanz, erklärt aus sicherer Entfernung, dass er eine Legalisierung von Cannabis niemals mittragen werde. Dieser kurze Schlagabtausch, zeigt, wie emotional und kontrovers über das Thema „Cannabis“ diskutiert wird. Die positive Stimmung der Versammlung wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt: Es wird munter ein Vaporizer versteigert, mit dem Marihuana – anders alsin einem Joint – verdampft wird. Am Ende der Veranstaltung verteilen die Veranstalter Give-Aways. „Schließlich sei es das Ziel der Demo, Mitbürger erstmal auf das Thema Cannabis aufmerksam zu machen“, erklärt Marcel Klümpers, der Vorsitzende der Hanffreunde. Viele Menschen seien wenig informiert über Cannabis
und verträten in die Jahre gekommene, konservative Ansichten. Die Zustimmung für eine Legalisierung wächst mehr und mehr. Die „kritische Masse“ seie bald überschritten, so das Vorstandsmitglied des Vereins.

Die Hanffreunde wird das nicht stoppen. Zuletzt haben sie versucht, einen Cannabis-Social Club in Münster aufzubauen. In diesem Social-Club wäre es Erwachsenen möglich gewesen Cannabis zu konsumieren und selbst anzubauen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte ihre Pläne am Ende verhindert, doch die Hanffreunde sehen es als einen großen. Erfolg ihrer Arbeit, dass die Stadt Münster überhaupt bereit war, sich ernsthaft mit dem Anliegen auseinanderzusetzen. Die Hanffreunde werden weiter für die Legalisierung von Cannabis kämpfen, und so darf man damit rechnen, dass auch im kommenden Jahr ein „Global Marijuana March“ durch Münster ziehen wird – an der Spitze vermutlich der bekiffte Danny, im Rollstuhl.«

 

 

 

 

Danny Ralf Cäsar „Mein Leben mit Cannabis“: https://www.youtube.com/channel/UCWpIR0TVs-K_I4p5VqyzDqw

Global Marijuana March Münster 2018: http://www.hanffreunde-muenster.de/gmm2018

Global Marihuana March Deutschland: http://www.hanfverband.de/gmm2018

Bilder: Hanffreunde Münster e.V.

 

Viel Dank für Deinen Bericht Helena!

Treffen des Hanffreunde Münster e. V. – Ortsgruppe Deutscher Hanfverband

Öffentliches Treffen des Hanffreunde Münster 2014 e. V. – Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbandes (DHV)

Jeden zweiten Montag im Monat treffen wir uns im KCM Schwulenzentrum, Am Hawerkamp 31, in Münster, immer 19 bis 21 Uhr.

Zum nächsten Treffen am Montag, dem 11.12.2017, zu 19 Uhr, möchten wir alle Interessierten, Vereins- sowie DHV-Mitglieder und -Sponsoren herzlich einladen!

Getränke und Snacks bitte selbst mitbringen. Parkplätze sind vorhanden, es werden keine Parkgebühren erhoben.

Nach einigen Tagesordnungspunkten bleibt immer Raum für Unterhaltungen und natürlich könnt Ihr zu jeder Zeit Vereinsmitglied und Sponsor beim DHV werden. Eine Mitgliedschaft bei uns nicht erforderlich, um an unseren Treffen und Aktionen teilzunehmen.

Falls Fragen bestehen, schreibt uns einfach an. Wir freuen uns über Euer Erscheinen!

Google Maps: https://www.google.de/maps/place/KCM+Schwulenzentrum+e.V./@51.9444997,7.6366396,17z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47b9bb2aa9ff1147:0xf428b9c82c54b428!8m2!3d51.9444997!4d7.6388283

Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/137800766879761

Hanfige Grüße

Marcel

Hanffreunde besuchten Vortrag über Alkohol und Cannabis der Polizei Münster

Vergangenen Montag, 13. November 2017, besuchten wir Hanffreunde den zweiten Teil der Veranstaltungsreihe “Die Dosis macht’s. Impulse zur Suchtprävention” des Arbeitskreises Suchtprävention Münster. Zum Thema “Alkohol & Cannabis – Was Sie zu rechtlichen Aspekten wissen sollten” referierte dort Kriminalhauptkommissar Thomas Götze zu rechtlichen Informationen rund um Cannabis und Alkohol mit den Themenschwerpunkten Jugendschutzgesetz, Jugendstrafrecht, Haftungsrecht, Allgemeines Strafrecht, Führerscheinrecht und Betäubungsmittelrecht für Erwachsene und Interessierte. Veranstalter war das Polizeipräsidium Münster, K13, Sucht und Drogenprävention. Auf Facebook machte die Polizei Münster dafür sogar eine Veranstaltungsankündigung.

Die Hanffreunde konnten sich das natürlich nicht entgehen lassen. Bepackt mit Infobroschüren nutzten wir so gleich die Gelegenheit, um auf die Führerscheinkampagne des Deutschen Hanfverbandes “Klarer Kopf. Klare Regeln!” und der Ungerechtigkeit zwischen berauschten Alkoholkonsumenten, die sich nach einem Bier noch hinters Steuer setzen könnten und den Cannabiskonsumenten, bei denen der Konsum mehrere Tage zurückliegen muss, bis sie sich wieder hinter das Steuer setzen dürften, aufmerksam zu machen, die in Kooperation mit sens media läuft.

Etwa 15 Zuschauer kamen an diesem Abend um 19:30 in die Drogenhilfe Münster ins 2. OG. Der Vortrag verzögerte sich wegen einem technischen Problem mit dem Beamer um 25 Minuten. Gleich zu Beginn konnten wir, während vom Referent versucht wurde für die Power-Point-Präsentation ein gerades Bild an die Wand zu werfen, unser Informaterial auf den Infotisch neben dem Ausgang auslegen, welches im Anschluss an den Vortrag von mehreren mitgenommen wurde.

Inhaltlich gibt es wenig zu kritisieren, der Vortrag war fachlich und rechtlich korrekt. Aber einzelne Aussagen des Kriminalhauptkommissars blieben dann doch im Ohr hängen, die wir an dieser Stelle einmal wiedergeben möchten, sodass jeder sich seine eigenen Gedanken dazu machen kann:

“Mädchen ziehen an einem Joint und fallen dann um.”

“Ich habe noch keinen Fall gehabt, bei dem es nicht um gestrecktes Cannabis ging.”

“Andere Länder haben durchaus positive Erfahrungen mit der Legalisierung von Cannabis gemacht. Als Landesbeamter dürfte ich Ihnen nicht sagen, ob ich das gut oder nicht so gut fände.”

„Das Führerscheinrecht ist ungerecht, da es den berauschten Alkoholkonsument nicht aber den nicht bekifften Cannabiskonsument sehr wohl bestraft.“

Einen Tipp möchten wir ihm ans Herz legen, denn wir hatten nach der Veranstaltung leider nicht das Vergnügen und konnten miteinander ins Gespräch kommen, sich mit dem Unterschied der Eigenbedarfsmenge und der nicht geringen Menge auseinanderzusetzen, denn der Wirkstoffgehalt spielt sehr wohl eine Rolle im Strafverfahren.